PIR-Gehäuse¶
PIR-Platten sind ein kostengünstiges und leicht verfügbares Material für die Herstellung eines Trocknergehäuses.
Diese Gehäuseversion war eine der ersten praktischen Versionen des iDryer. Das Ziel bestand darin, einen funktionsfähigen Heimtrockner für technische Kunststoffe ohne kompliziertes und teures Gehäuse, aber mit angemessener Wärmeisolation, sicherer Beheizung und verfügbaren Materialien zu entwickeln.
Bei der Materialauswahl wurden Wiederholbarkeit, Kosten, Verfügbarkeit, Nichtbrennbarkeit und Abwesenheit unerwünschter Emissionen bei den Betriebstemperaturen des Trockners berücksichtigt. Es war wichtig, keine Materialien zu verwenden, die bei Erwärmung Styrole, Formaldehyde oder andere schädliche Stoffe abgeben könnten. Basierend auf der Gesamtheit der Anforderungen wurde PIR ausgewählt: Es lässt sich leicht markieren, schneiden und kleben, isoliert gut und ermöglicht die Montage eines Gehäuses ohne spezielle Ausrüstung.
In der Praxis erwies sich dieses Gehäuse als gelungene Lösung. Der Trockner in dieser Version lief über anderthalb Jahre lang fast ununterbrochen, zeigte hohe Energieeffizienz und wurde zum Trocknen von Polyamid, Polypropylen und ABS eingesetzt. Trotz der Einfachheit der Konstruktion bleibt das PIR-Gehäuse eine der praktikabelsten Varianten für die Eigenfertigung: Markierung, Schnitt und Verklebung des Gehäuses bis zum ersten Trocknen dauern etwa ein bis zwei Stunden.
Zum Kleben eignet sich spezieller Schaumkleber für PIR-Platten. Die Praxis hat auch gezeigt, dass Teile erfolgreich mit hochtemperaturbeständigem Silikon, z. B. Ofen- oder Automobilsilikon, verklebt werden können. Solches Silikon hält erhöhten Temperaturen stand, bleibt elastisch und eignet sich hervorragend zum Verbinden von Platten.
Die Kanten von PIR-Platten sollten mit armiertem Aluminiumklebeband abgedeckt werden. Normales Aluminiumklebeband ist zu dünn und weich: Es schützt die Kanten vor Zerfaserung, erhöht die Steifigkeit kaum und verformt sich leicht. Armiertes Klebeband, besonders auf dichter Unterlage, schützt die Kanten wesentlich besser und macht sie widerstands fähiger gegen Beschädigungen.
Vorteile¶
- Kosten
- Benutzerfreundlichkeit und Bearbeitungskomfort
- Akzeptables Erscheinungsbild
- Wärmeleitfähigkeit gehört zu den niedrigsten unter Wärmedämmstoffen
- Keine Emission schädlicher Stoffe bei Erwärmung
Nachteile¶
- Kann bei Stoß verformt werden
Vollständiges Gehäusemodell
PIR_box_assembly_r2_1.stp - Das kostengünstigste unter den optimalen Materialien ist ABS CF10, es ist einfach zu drucken, erfordert keine Kammer und bewältigt die Betriebstemperatur des Trockners hervorragend. Aus ABS CF10 wurden die Spulenhalter und sogar das Luftrohr mit dem befestigten Heizradiator gedruckt.
Wichtig
Alle Teile im Inneren des Gehäuses werden aus Materialien gedruckt, die Erwärmung auf 100°C und höher vertragen.
Herstellung (Zeit ca. 60 Minuten)¶
- Sehen Sie sich die Bilder an
- Drucken Sie die Datei "Raskroj.pdf" aus
- Drucken Sie "Messerführung.stp" aus
- Markieren Sie das Blatt
- Schneiden Sie die Teile zu
- Schneiden Sie die Kanten ab, wo nötig
- Kleben Sie (geeignet sind spezieller Schaumkleber für PIR-Platten, polyurethanbasierter Kleber oder hochtemperaturbeständiges Silikon)
- Kleben Sie die Kanten und Nähte mit armiertem Aluminiumklebeband ab
- Drucken Sie die Scharniere aus, kleben Sie sie mit dünnem doppelseitigem Klebeband auf das Gehäuse und die Tür, und schrauben Sie sie fest (Schraubengröße 25-30 mm Länge und 4-5 mm Durchmesser) - diese Verbindung funktioniert problemlos
Wichtig
Beachten Sie! Die Rückwand wird aus zwei Teilen geklebt, um die Materialeffizienz zu optimieren















